Als im Jahr 1939 zum ersten Mal ein Worringer Prinz gestellt wurde, entstand auch unsere Burgwache. Damals noch mit dem ersten Worringer Tanzpaar Katharina und Hermann Hüsch und ursprünglich aus einem Festzug zur Schlacht bei Worringen hervorgegangen. Während anfangs hauptsächlich Männer in Uniform auf der Bühne standen und gemeinsam „1-2…keiner mie do“ gezählt wurde, entwickelte sich daraus im Laufe der Jahre ein echtes Tanzcorps mit eigenen Tänzen, Mariechen, Offizieren und ganz viel Herzblut.
Schon früh trainierten wir uns selbst, später prägten Trainerinnen und Trainer wie Thea Anton, Cilli und Hans Zöllner oder Gertrud Esser über viele Jahre unsere Burgwache. Heute stehen mit Bianca Knuth, Manuela Anfang und Marcus Engel drei Betreuer an unserer Seite, die genauso viel Energie mitbringen wie wir selbst – und davon haben wir reichlich. Mit aktuell 28 Tänzerinnen, Tänzern und Betreuer:innen sind wir zwar manchmal leicht verrückt, aber genau das macht uns aus.
Das Tanzpaar der Burgwache:
Das Mariechen Luisa Anfang und ihr Offizier David Müsch
Unsere Burgwache hebt sich bis heute von vielen anderen Tanzcorps ab. Vielleicht schon allein wegen unseres Namens, der unsere Geschichte bis heute mitträgt. Und natürlich wegen unserer kleinen Traditionen. So mancher gönnt sich vor dem Auftritt noch einen „kurzen Motivationsschluck“ – ganz nach dem Motto: „Wo früher meine Leber war, ist heute eine Minibar.“
Neben den Auftritten auf Kostüm-, Herren- und Festkomiteesitzungen verbringen wir auch abseits der Bühne viel Zeit zusammen. Burgwachenfahrt, Sommerfest, Biergartenabende oder gemeinsame Besuche auf der Biermeile und der Kirmes gehören einfach dazu. Und spätestens seit dem legendären Säulen-Erlebnis auf der Burgwachenfahrt 2024 wissen wir: Langweilig wird es mit uns garantiert nie.
Besonders stolz sind wir darauf, dass unsere Zusatztänze in den letzten Jahren regelmäßig für die Abschlusssitzung ausgewählt wurden. Trotzdem bleibt für uns jeder einzelne Auftritt etwas Besonderes – egal ob Sitzung, Hochzeit oder Geburtstag. Denn am Ende sind wir vor allem eins: eine offene, lustige und leistungsstarke Truppe mit ganz viel Freude am Karneval.





Im Jahre 1938 gedachte man in Worringen der Schlacht bei Worringen vor 650 Jahren. In dem zu diesem Anlass stattfindenden Festzug stellte die KG Änze Kääls einen Wagen mit der erzbischöflichen Burg, dem Burgvogt und der Burgwache.
Diese Burgwache etablierte sich als Tanzgruppe und so stellten die Änze Kääls in ihrem Prinzenjahr erstmals die Burgwache mit dem ersten Worringer Tanzpaar Katharina und Hermann Hüsch vor.