Wenn im Worringer Rosenmontagszug die ersten bunt verkleideten Gruppen um die Ecke kommen, steckt dahinter oft monatelange Arbeit, jede Menge Stoff, Farbe, Kleber – und ganz viel Herzblut. Genau darum kümmern wir uns seit vielen Jahren im Arbeitskreis Kostüme unseres Vereins. Jedes Jahr erhalten wir vom Worringer Festkomitee ein neues Motto, und daraus entsteht mit viel Fantasie und manchmal auch ein bisschen kreativem Chaos unser ganz eigenes Gruppenkostüm. Natürlich fließt dabei auch das jeweilige Prinzenmotto mit ein.
Schon in den 80er-Jahren wurde bei uns fleißig geplant, genäht und gestaltet. Trudi Koll und Edeltraud Buchwald kümmerten sich damals um die Rosenmontagskostüme. Edeltraud war nebenbei auch noch für den Bühnenbau zuständig – langweilig wurde ihr also garantiert nicht. Außerdem entstanden unter ihrer Regie die Prinzenkleider für die Sessionsjahre von Michael Ludes 1981/82 und Rolli Jansen 1988/89.
Später übernahm Helga Klein die Aufgabe als Kostümberaterin und nähte unter anderem die weißen Röcke für unser Kinder- und Jugendtanzcorps sowie für die Burgwache. Ab 1994 ging es dann mit Beate Günther weiter. In den folgenden Jahren entstanden bei uns unzählige Rosenmontagskostüme und die Prinzenkleider für Edgar Müsch 1995/96, Jürgen Winters 2001/02, Stephan Güsgen 2007/08, Thomas Schönenberg 2013/14 und Dominik Müsch 2019/20. Gemeinsam mit Andrea Schmitz gründeten wir außerdem einen Uniform-Fundus für das Kinder- und Jugendtanzcorps. Ab diesem Zeitpunkt mussten Eltern nicht mehr mühsam Uniformen selbst organisieren – und das war für viele Familien eine echte Erleichterung.
Ein paar Jahre später wurde Beate Günther mit der Erstellung und Einführung der ersten eigenen Damenuniform des Vereins beauftragt. Nach 20 Jahren voller Stoffbahnen, Näharbeiten und kreativer Ideen übergab sie dann ihre Aufgabe an Saskia Schlenstedt, später folgten Daniela Koll und schließlich Michele Jungblut.
Und was macht unseren Arbeitskreis bis heute aus Gemeinschaft, Kreativität und jede Menge Spaß. Bei unseren Treffen wurde und wird gebastelt, gemalt, geklebt, genäht und vor allem viel gelacht. Am Ende bleibt neben Glitzerresten und Stoffschnipseln vor allem eins: gemeinsam etwas auf die Beine stellen und das Motto der jeweiligen Rosenmontagszüge repräsentieren.